Schäd­li­che Nei­gun­gen

Schäd­li­che Nei­gun­gen im Sin­ne des § 17 Abs. 2 JGG sind erheb­li­che Anla­ge- oder Erzie­hungs­män­gel, die ohne län­ge­re Gesam­terzie­hung des Täters die Gefahr wei­te­rer Straf­ta­ten begrün­den.

Schäd­li­che Nei­gun­gen

Sie kön­nen in der Regel nur bejaht wer­den, wenn erheb­li­che Per­sön­lich­keits­män­gel schon vor der Tat, wenn auch unter Umstän­den ver­bor­gen, ange­legt waren.

Sie müs­sen schließ­lich auch noch zum Urteils­zeit­punkt bestehen und wei­te­re Straf­ta­ten des Ange­klag­ten befürch­ten las­sen 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 4. Mai 2016 – 3 StR 78/​16

  1. st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 17.07.2012 – 3 StR 238/​12, NStZ 2013, 287[]