Schrift­li­che Urteils­grün­de – und die Vorstrafen

Die schrift­li­chen Urteils­grün­de sind so zu fas­sen, dass die wesent­li­chen die Ent­schei­dung tra­gen­den Fest­stel­lun­gen und recht­li­chen Erwä­gun­gen erkenn­bar sind1.

Schrift­li­che Urteils­grün­de – und die Vorstrafen

Dies gilt auch für die Dar­stel­lung der Vorstrafen.

Es besteht daher in der Regel kein Anlass, in frü­he­ren Ver­ur­tei­lun­gen getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen in sei­nem vol­len Wort­laut in die Urteils­grün­de auf­zu­neh­men. Statt­des­sen wäre es ange­zeigt gewe­sen, die die Vor­ver­ur­tei­lun­gen tra­gen­den Fest­stel­lun­gen, soweit die­se für die Beur­tei­lung der Schuld des Ange­klag­ten im aktu­el­len Ver­fah­ren von Bedeu­tung sind, in gedräng­ter Form darzustellen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. April 2021 – 4 StR 55/​21

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 03.02.2009 – 1 StR 687/​08, NStZ-RR 2009, 183 mwN[]

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