Schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Zah­lungs­frist bis zum Jah­res­en­de

Zwi­schen dem Nöti­gungs­mit­tel der Gewalt und der beab­sich­tig­ten Ver­mö­gens­ver­fü­gung dürf­te es am erfor­der­li­chen Final­zu­sam­men­hang feh­len, wenn die For­de­rung nach Zah­lung (hier: von 2.500 €) erst nach dem Gewalt­ein­satz (hier: Gum­mi­ham­mer, Schlä­ge) erho­ben wur­de und das Opfer die Sum­me auch nicht unmit­tel­bar im zeit­li­chen Zusam­men­hang mit der Gewalt­an­wen­dung zah­len soll­te.

Schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Zah­lungs­frist bis zum Jah­res­en­de

Auch sdweit zur Begrün­dung der Fina­li­tät auf das Nöti­gungs­mit­tel der Dro­hung abge­stellt wird, ver­steht sich unter Berück­sich­ti­gung der dem Geschä­dig­ten gesetz­ten "Zah­lungs­frist" bis Jah­res­en­de die Gegen­wär­tig­keit der Gefahr nicht von selbst.

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung liegt die­se regel­mä­ßig nur bei feh­len­der Frist­set­zung oder einer sol­chen von eini­gen Tagen vor, wobei es indes maß­geb­lich auf die Umstän­de des Ein­zel­fal­les ankommt, die zu beur­tei­len in ers­ter Linie Auf­ga­be des Tatrich­ters ist 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. April 2017 – 4 StR 244/​16

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 28.08.1996 – 3 StR 180/​96, NJW 1997, 265, 266; und vom 27.08.1998 – 4 StR 332/​98, NStZ-RR 1999, 266, 267[]