Schwere und gefähr­li­che Körperverletzung – und die Tartprovokation

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein min­der schwe­rer Fall der schwe­ren und gefähr­li­chen Körperverletzung regel­mä­ßig anzu­neh­men, wenn der Angeklagte zu der Tat durch eine grund­lo­se schwer­wie­gen­de Provokation ver­an­lasst wor­den ist, die im Falle der Annahme eines (ver­such­ten) Totschlags zwin­gend zu einer Strafrahmenmilderung nach § 213 Alt. 1 StGB hät­te füh­ren müs­sen 1.

Schwere und gefähr­li­che Körperverletzung – und die Tartprovokation

Für den Tatbestand § 213 Alt. 1 StGB ist jedoch ein Zusammenhang zwi­schen Provokation und Tat erfor­der­lich 2.

Bundesgerichtshof, Urteil vom 7. Februar 2017 – 5 StR 483/​16

  1. BGH, Beschluss vom 10.08.2004 – 3 StR 263/​04, StV 2004, 654; Urteil vom 17.03.2011 – 5 StR 4/​11, StraFo 2012, 24, jeweils mwN
  2. hier­durch”