Schwe­re und gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung – und die Tar­t­pro­vo­ka­ti­on

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist ein min­der schwe­rer Fall der schwe­ren und gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung regel­mä­ßig anzu­neh­men, wenn der Ange­klag­te zu der Tat durch eine grund­lo­se schwer­wie­gen­de Pro­vo­ka­ti­on ver­an­lasst wor­den ist, die im Fal­le der Annah­me eines (ver­such­ten) Tot­schlags zwin­gend zu einer Straf­rah­men­mil­de­rung nach § 213 Alt. 1 StGB hät­te füh­ren müs­sen [1].

Schwe­re und gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung – und die Tar­t­pro­vo­ka­ti­on

Für den Tat­be­stand § 213 Alt. 1 StGB ist jedoch ein Zusam­men­hang zwi­schen Pro­vo­ka­ti­on und Tat erfor­der­lich [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 7. Febru­ar 2017 – 5 StR 483/​16

  1. BGH, Beschluss vom 10.08.2004 – 3 StR 263/​04, StV 2004, 654; Urteil vom 17.03.2011 – 5 StR 4/​11, Stra­Fo 2012, 24, jeweils mwN[]
  2. „hier­durch“[]