Schwe­re Kör­per­ver­let­zung – und der Ver­lust des Seh­ver­mö­gens

§ 226 ABs. 1 Nr. StGB defi­niert eine schwe­re Kör­per­ver­let­zung u.a. als eine Kör­per­ver­let­zung, die zur Fol­ge hat, dass die ver­letz­te Per­son das Seh­ver­mö­gen auf einem Auge oder bei­den Augen, das Gehör, das Sprech­ver­mö­gen oder die Fort­pflan­zungs­fä­hig­keit ver­liert.

Schwe­re Kör­per­ver­let­zung – und der Ver­lust des Seh­ver­mö­gens

Der Ver­lust des Seh­ver­mö­gens im Sin­ne von § 226 Abs. 1 Nr. 1 StGB ist jeden­falls bei einer dau­er­haf­ten Redu­zie­rung der Seh­fä­hig­keit auf einem Auge auf 2 % erfüllt [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. März 2017 – 1 StR 569/​16

  1. vgl. RGSt 71, 119, 120; 72, 321 sowie zum Rest­hör­ver­mö­gen: BGH, Beschluss vom 08.12 2010 – 5 StR 516/​10, BGHR StGB § 226 Abs. 1 Schwe­re Fol­gen 4[]