Schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – mit der Schreck­schuss­pis­to­le

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs unter­fällt eine gela­de­ne Schreck­schuss­pis­to­le nur dann dem Waf­fen­be­griff des § 250 StGB, wenn fest­steht, dass beim Abfeu­ern der Waf­fe der Explo­si­ons­druck nach vor­ne aus dem Lauf aus­tritt und die Waf­fe des­halb nach ihrer Beschaf­fen­heit geeig­net ist, erheb­li­che Ver­let­zun­gen her­vor­zu­ru­fen [1].

Schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – mit der Schreck­schuss­pis­to­le

Hier­zu hat der Tatrich­ter beson­de­re Fest­stel­lun­gen zu tref­fen, denn der Aus­tritt des Explo­si­ons­drucks nach vor­ne mag zwar üblich sein, kann aber nicht als selbst­ver­ständ­lich vor­aus­ge­setzt wer­den [2].

  1. BGH, Beschluss vom 04.02.2003 – GSSt 2/​02, BGHSt 48, 197, 201 f.[]
  2. BGH, Beschluss vom 09.02.2010 – 3 StR 17/​10, NStZ 2010, 390[]