Schwe­rer Raub – Schlä­ge gegen den Kopf und die Fra­ge des Vor­sat­zes

§ 250 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b StGB setzt zumin­dest beding­ten Vor­satz des Täters in Bezug auf den Ein­tritt der kon­kre­ten Gefahr des Todes vor­aus [1].

Schwe­rer Raub – Schlä­ge gegen den Kopf und die Fra­ge des Vor­sat­zes

Es ver­steht sich indes weder von selbst, dass der Ange­klag­te die Mög­lich­keit erkann­te, den Geschä­dig­ten durch die „hef­ti­gen Schlä­ge gegen Ober­kör­per und Kopf“ in kon­kre­te Lebens­ge­fahr gebracht zu haben, noch kann ohne Wei­te­res davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass er die­se Fol­ge sei­nes Han­delns bil­li­gend in Kauf nahm.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. Juni 2016 – 3 StR 196/​16

  1. BGH, Beschluss vom 23.07.2004 – 2 StR 101/​04, NStZ 2005, 156, 157[]