Selbst­jus­tiz eines Schöf­fen

Ein offe­nes Bekennt­nis eines Schöf­fen zu Metho­den der Selbst­jus­tiz und zur Ein­trei­bung von For­de­run­gen mit Hil­fe rechts­wid­ri­ger Dro­hun­gen in sei­ner beruf­li­chen Tätig­keit als Inkas­so­un­ter­neh­mer begrün­det jeden­falls dann die Besorg­nis der Befan­gen­heit, wenn eine – wenn auch nur mit­tel­ba­re – Ver­bin­dung eines sol­chen Ver­hal­tens zu dem Straf­ver­fah­ren besteht, in dem der ehren­amt­li­che Rich­ter tätig ist.

Selbst­jus­tiz eines Schöf­fen

Bun­des­ge­richts­hof, Urt. vom 28. April 2010 – 2 StR 595/​09