Steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Urteils­grün­de

Nach § 267 Abs. 1 Satz 1 StPO müs­sen die Urteils­grün­de die für erwie­sen erach­te­ten Tat­sa­chen, also das Tat­ge­sche­hen mit­tei­len, in dem die gesetz­li­chen Merk­ma­le der Straf­tat gefun­den wer­den. Dies muss in einer geschlos­se­nen Dar­stel­lung aller äuße­ren und jeweils im Zusam­men­hang damit auch der dazu­ge­hö­ri­gen inne­ren Tat­sa­chen in so voll­stän­di­ger Wei­se gesche­hen, dass in den kon­kret ange­führ­ten Tat­sa­chen der gesetz­li­che Tat­be­stand erkannt wer­den kann 1.

Steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Urteils­grün­de

Bei einer Ver­ur­tei­lung wegen Steu­er­hin­ter­zie­hung müs­sen die steu­er­lich erheb­li­chen Tat­sa­chen fest­ge­stellt sein. Dazu gehö­ren ins­be­son­de­re die­je­ni­gen Para­me­ter, die maß­geb­li­che Grund­la­ge für die Steu­er­be­rech­nung sind (Besteue­rungs­grund­la­gen) 2. Die auf den fest­ge­stell­ten Besteue­rungs­grund­la­gen auf­bau­en­de Steu­er­be­rech­nung ist Rechts­an­wen­dung und Auf­ga­be des Tat­ge­richts 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Juli 2018 – 1 StR 234/​18

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 12.05.2009 – 1 StR 718/​08, NJW 2009, 2546, 2547 Rn. 11; Beschlüs­se vom 13.07.2011 – 1 StR 154/​11 Rn. 3; und vom 01.09.2015 – 1 StR 12/​15, wis­tra 2015, 477, 478 Rn. 9 mwN[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 12.05.2009 – 1 StR 718/​08, NJW 2009, 2546, 2547 Rn. 13[]
  3. vgl. BGH, Urteil vom 12.05.2009 – 1 StR 718/​08 aaO Rn.20 mwN[]