Ankauf von Schmug­gel­zi­ga­ret­ten – und die Steu­er­heh­le­rei

Wer in der Absicht, sich zu berei­chern, Ziga­ret­ten kauft, von denen er weiss, dass zuvor die für sie ent­stan­de­ne Ver­brauch­steu­er, näm­lich deut­sche Tabak­steu­er, im Sin­ne von § 370 Abs. 1 AO hin­ter­zo­gen wor­den ist, erfüllt den Tat­be­stand der (gewerbs­mä­ßi­gen) Steu­er­heh­le­rei gemäß § 374 Abs. 2 Satz 1 Var. 1 AO.

Ankauf von Schmug­gel­zi­ga­ret­ten – und die Steu­er­heh­le­rei

Der Umstand, dass der Erwer­ber die Ziga­ret­ten nach dem Ankauf in Besitz hält, um sie anschlie­ßend an einen von ihm auf­ge­bau­ten Abneh­mer­kreis wei­ter­zu­ver­kau­fen (vgl. dazu § 23 Abs. 1 TabStG) 1, lässt die durch den Ankauf der Ziga­ret­ten ver­wirk­lich­te Steu­er­heh­le­rei unbe­rührt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Juni 2017 – 1 StR 192/​17

  1. vgl. BFH, Urteil vom 11.11.2014 – VII R 44/​11, BFHE 248, 271 zu § 19Satz 2 TabStG aF[]