Ban­den­mä­ßi­ge Steu­er­hin­ter­zie­hung

Eine Ban­de setzt im Fall des § 370 Abs. 3 Satz 2 Nr. 5 AO den Zusam­men­schluss von min­des­tens drei Per­so­nen vor­aus, die sich zur fort­ge­setz­ten Bege­hung einer noch unbe­stimm­ten Viel­zahl von Taten nach § 370 Abs. 1 AO ver­bun­den haben.

Ban­den­mä­ßi­ge Steu­er­hin­ter­zie­hung

Erfor­der­lich ist eine Ban­den­ab­re­de, bei der das ein­zel­ne Mit­glied den Wil­len hat, sich mit min­des­tens zwei ande­ren Per­so­nen zur Bege­hung sol­cher Straf­ta­ten in der Zukunft für eine gewis­se Dau­er zusam­men­zu­tun.

Als Ban­den­mit­glied ist danach anzu­se­hen, wer in die Orga­ni­sa­ti­on der Ban­de ein­ge­bun­den ist, die dort gel­ten­den Regeln akzep­tiert, zum Fort­be­stand der Ban­de bei­trägt und sich an den Straf­ta­ten als Täter oder Teil­neh­mer betei­ligt [1].

Dage­gen ist ein „gefes­tig­ter Ban­den­wil­le” oder ein „Tätig­wer­den in einem über­ge­ord­ne­ten Ban­den­in­ter­es­se” nicht erfor­der­lich [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juni 2017 – 1 StR 45/​17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 16.03.2010 – 4 StR 497/​09, wis­tra 2010, S. 347 f.[]
  2. BGH, Beschluss vom 22.03.2001 – GSSt 1/​00, BGHSt 46, 321, 325[]