Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Straf­zu­mes­sung

Bei Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung ist für die Bemes­sung der Stra­fe des Gehil­fen das im Gewicht sei­nes Tat­bei­tra­ges zum Aus­druck kom­men­de Maß sei­ner Schuld maß­geb­lich; dabei ist auch zu berück­sich­ti­gen, inwie­weit Umfang und Fol­gen der Haupt­tat ihm zuzu­rech­nen sind [1].

Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung – und die Straf­zu­mes­sung

Denn die Stra­fe jedes ein­zel­nen Tat­be­tei­lig­ten einer Steu­er­hin­ter­zie­hung bestimmt sich – wie auch sonst – nach dem Maß sei­ner indi­vi­du­el­len Schuld. Hier­aus folgt, dass sich im Fal­le der Ver­ur­tei­lung wegen Bei­hil­fe zur Steu­er­hin­ter­zie­hung aus dem Urteil auch erge­ben muss, in wel­cher Höhe die ein­ge­tre­te­ne Steu­er­ver­kür­zung vom Gehil­fen geför­dert wur­de.

Hat der Haupt­tä­ter unab­hän­gig vom Gehil­fen­bei­trag wei­te­re Steu­ern ver­kürzt, muss sich das Urteil auch zum Aus­maß die­ser Ver­kür­zung ver­hal­ten, wenn die­se beim Gehil­fen straf­schär­fend gewer­tet wer­den soll [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 28. Okto­ber 2015 – 1 StR 465/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 16.08.2000 – 3 StR 253/​00, wis­tra 2000, 463 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 24.06.2009 – 1 StR 229/​09, NStZ-RR 2009, 311, 312[]