Die Steu­er­hin­ter­zie­hung des Steu­er­be­ra­ters – und die Straf­zu­mes­sung

Betei­ligt sich ein Steu­er­ba­re­ter an der Steu­er­hin­ter­zie­hung sei­nes Man­dan­ten, sind im Rah­men der Straf­zu­mes­sungs­er­wä­gun­gen auch die ihm als Steu­er­be­ra­ter dro­hen­den berufs­recht­li­chen Fol­gen in den Blick zu neh­men 1.

Die Steu­er­hin­ter­zie­hung des Steu­er­be­ra­ters – und die Straf­zu­mes­sung

Die Bege­hung einer – hier ver­such­ten – Steu­er­hin­ter­zie­hung durch einen Steu­er­be­ra­ter kann gemäß § 89 Abs. 1, § 90 Abs. 1 Nr. 5 Steu­er­be­ra­tungs­ge­setz als Berufs­pflicht­ver­let­zung sogar zu einem Aus­schluss aus dem Beruf füh­ren 2.

Steht die Mög­lich­keit eines Ver­lus­tes der beruf­li­chen oder wirt­schaft­li­chen Exis­tenz auf­grund berufs­recht­li­cher Fol­gen aus Anlass der Bege­hung einer Straf­tat im Raum, han­delt es sich regel­mä­ßig um einen zu berück­sich­ti­gen­den Straf­zu­mes­sungs­grund 3.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 27. Juli 2016 – 1 StR 256/​16

  1. vgl. dazu BGH, Beschluss vom 11.04.2013 – 2 StR 506/​12, NStZ 2013, 522 mwN[]
  2. Kuhls in Kuhls u.a., Steu­er­be­ra­tungs­ge­setz, 3. Aufl., § 90 Rn. 47 mwN[]
  3. BGH aaO[]