Gewer­be­steu­er­hin­ter­zie­hung – und der Schuld­um­fang

In Fäl­len der Hin­ter­zie­hung von Kör­per­schaft­steu­er und Gewer­be­steu­er ist bei der Berech­nung der ver­kürz­ten Kör­per­schaft­steu­er und Gewer­be­steu­er die in den Ver­an­la­gungs­zeit­räu­men (hier: 2006 und 2007) noch vor­zu­neh­men­den Gewer­be­steu­er­rück­stel­lun­gen zu berück­sich­tigt [1].

Gewer­be­steu­er­hin­ter­zie­hung – und der Schuld­um­fang

Dabei ist zu beden­ken, dass die in Bezug auf die ver­deck­ten Gewinn­aus­schüt­tun­gen zusätz­lich anfal­len­de Gewer­be­steu­er auch die Bemes­sungs­grund­la­ge der Gewer­be­steu­er selbst min­dert.

Des­halb muss der bei der Berech­nung der Kör­per­schaft­steu­er­ver­kür­zung unter Berück­sich­ti­gung der Gewer­be­steu­er­rück­stel­lung ermit­tel­te Gewinn auch der Berech­nung der Gewer­be­steu­er­ver­kür­zung zugrun­de gelegt wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Febru­ar 2017 – 1 StR 575/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 11.08.2010 – 1 StR 199/​10, NStZ-RR 2010, 376; Beschlüs­se vom 17.04.2004 – 5 StR 547/​07, wis­tra 2008, 310, 313; und vom 29.01.2014 – 1 StR 561/​13, NStZ-RR 2014, 179[]