Kei­ne Stra­BEG-Erklä­rung trotz Betriebs­prü­fung

Straf­be­frei­ung nach dem Stra­BEG tritt nicht ein, wenn vor Ein­gang der straf­be­frei­en­den Erklä­rung ein Amts­trä­ger der Finanz­be­hör­de in erkenn­ba­rer, ernst­haf­ter Absicht der ange­ord­ne­ten steu­er­li­chen Prü­fung erschie­nen ist; die­se Sperr­wir­kung des § 7 Stra­BEG erfor­dert nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hof und ent­ge­gen der bis­he­ri­gen Auf­fas­sung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums nicht auch den tat­säch­li­chen Beginn von Ermitt­lungs­maß­nah­men.

Kei­ne Stra­BEG-Erklä­rung trotz Betriebs­prü­fung

Die –auch form­los mög­li­che– Bestim­mung des Prü­fungs­be­ginns ist ein eigen­stän­di­ger Ver­wal­tungs­akt; wird die­ser nicht ange­foch­ten, kann die Sperr­wir­kung des § 7 Stra­BEG nicht wegen unan­ge­mes­sen kur­zer Frist ent­fal­len.

Die Rechts­fol­gen einer Straf­be­frei­ungs­vor­schrift tre­ten nur ein, wenn deren Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind; ein dies­be­züg­li­cher Tat­be­standsirr­tum ist unbe­acht­lich.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. Juni 2007 – VIII R 99/​04