Kon­to­aus­künf­te aus Lich­ten­stein

Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und das Fürs­ten­tum Liech­ten­stein haben am 10. Juli 2009 ein Abkom­men über den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch in Steu­er­sa­chen para­phiert.

Kon­to­aus­künf­te aus Lich­ten­stein

Mit dem Abkom­men über den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch in Steu­er­sa­chen ver­pflich­tet sich Liech­ten­stein, deut­schen Finanz­be­hör­den und Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den auf Ersu­chen alle Infor­ma­tio­nen zu beschaf­fen und zur Ver­fü­gung zu stel­len, die in Besteue­rungs­ver­fah­ren oder in Steu­er­straf­ver­fah­ren vor­aus­sicht­lich rele­vant sind ("OECD-Stan­dard"). Dazu gehö­ren auch Bank­in­for­ma­tio­nen und Infor­ma­tio­nen über die Eigen­tü­mer von Gesell­schaf­ten oder die Begüns­tig­ten von Anstal­ten und Stif­tun­gen.

Das Abkom­men bedarf noch der förm­li­chen Unter­zeich­nung sowie der Rati­fi­zie­rung in bei­den Län­dern. In dem Abkom­men ist vor­ge­se­hen, dass es für Zeit­räu­me ab 2010 anzu­wen­den sein wird. Nach die­sem Abkom­men erteil­te Aus­künf­te dür­fen jedoch auch für die Beur­tei­lung zurück­lie­gen­der Zeit­räu­me ver­wen­det wer­den, etwa als Grund­la­ge für Ermitt­lung und Schät­zun­gen der Finanz­be­hör­den für zurück­lie­gen­de Ver­an­la­gungs­jah­re.