Schein­rech­nun­gen

Ein Unter­neh­mer hat die zum Zweck der Hin­ter­zie­hung von Umsatz­steu­er her­ge­stell­ten unech­ten Urkun­den (Schein­rech­nun­gen) auch schon durch die mit­tel­ba­re Über­ga­be an sei­nen Steu­er­be­ra­ter zwecks Erstel­lung der Jah­res­um­satz­steu­er­erklä­run­gen zur Täu­schung im Rechts­ver­kehr gebraucht 1.

Schein­rech­nun­gen

Denn der Unter­neh­mer will die Schein­rech­nun­gen nicht nur gege­be­nen­falls bei Nach­prü­fun­gen durch das Finanz­amt vor­le­gen, son­dern sie in jedem Fall auch gegen­über sei­nem gut­gläu­bi­gen Buch­hal­ter für die Erstel­lung der Umsatz­steu­er­vor­anmel­dun­gen und gegen­über sei­nem Steu­er­be­ra­ter für die Erstel­lung der Jah­res­um­satz­steu­er­erklä­run­gen ver­wen­den.

Die Jah­re spä­ter erfolg­te gemein­sa­me Vor­la­ge der für meh­re­re Jah­re her­ge­stell­ten Schein­rech­nun­gen anläss­lich der Steu­er­prü­fung ver­bin­det die bereits voll­ende­ten Urkun­den­straf­ta­ten nicht nach­träg­lich zu einer Tat im Rechts­sin­ne.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Juli 2015 – 1 StR 279/​15

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 07.06.1994 – 5 StR 272/​94, wis­tra 1994, 268[]