Steu­er­hin­ter­zie­hung bei der Umsatz­steu­er – Vor­anmel­dun­gen und die Umsatz­steu­er­jah­res­er­klä­rung

Das Ver­hält­nis zwi­schen Umsatz­steu­er­vor­anmel­dung und Umsatz­steu­er­jah­res­er­klä­rung ist eines der Geset­zes­kon­kur­renz in Form der mit­be­straf­ten Vor­tat 1.

Steu­er­hin­ter­zie­hung bei der Umsatz­steu­er – Vor­anmel­dun­gen und die Umsatz­steu­er­jah­res­er­klä­rung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die­ses Kon­kur­renz­ver­hält­nis in der Ent­schei­dung vom 13.07.2017 1 für die Abga­be von Umsatz­steu­er­vor­anmel­dun­gen und Umsatz­steu­er­jah­res­er­klä­rung des näm­li­chen Jah­res durch posi­ti­ves Tun im Sin­ne von § 370 Abs. 1 Nr. 1 AO ange­nom­men. Nichts ande­res gilt auch für die Nicht­ab­ga­be von Umsatz­steu­er­vor­anmel­dun­gen und Umsatz­steu­er­jah­res­er­klä­rung nach § 370 Abs. 1 Nr. 2 AO.

Dabei bil­den die Umsatz­steu­er­vor­anmel­dun­gen eines Jah­res und die anschlie­ßen­de Umsatz­steu­er­jah­res­er­klä­rung des näm­li­chen Jah­res eine ein­heit­li­che Tat im Sin­ne des § 264 StPO 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. Okto­ber 2018 – 1 StR 7/​18

  1. BGH, Urteil vom 13.07.2017 – 1 StR 536/​16, BGHR AO § 370 Abs. 1 Kon­kur­ren­zen 25[][]
  2. BGH, Beschlüs­se vom 12.06.2013 – 1 StR 6/​13, wis­tra 2013, 430 Rn. 22 f.; und vom 24.11.2004 – 5 StR 206/​04, BGHSt 49, 359, 361 ff.[]