Steu­er­hin­ter­zie­hung bei Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­nen

Zumin­dest für 1997 konn­te durch das Ver­schwei­gen von Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­nen in der Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung kei­ne straf­ba­re Steu­er­hin­ter­zie­hung began­gen wer­den.

Steu­er­hin­ter­zie­hung bei Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­nen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat bereits im März 2004 ent­schie­den, dass es der Staat hin­sicht­lich der Ein­kom­men­steu­er auf Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­ne im Ver­an­la­gungs­zeit­raum 1997 ver­säumt hat, recht­zei­tig Maß­nah­men zur Her­stel­lung einer ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen genü­gen­den Belas­tungs­gleich­heit her­zu­stel­len, und hat daher die ent­spre­chen­den Bestim­mun­gen des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes (§ 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buch­sta­be b EStG) für nich­tig erklärt.

Damit ist aber, wie das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Beschluss noch­mals aus­drück­lich fest­stellt, auch die Grund­la­ge für eine straf­recht­li­che Ver­ur­tei­lung des Beschwer­de­füh­rers wegen der Hin­ter­zie­hung der aus Spe­ku­la­ti­ons­ge­win­nen zu ent­rich­ten­den Steu­er ent­fal­len.

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 8. Novem­ber 2006 – 2 BvR 620/​03

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