Steu­er­straf­ver­fah­ren – und die feh­ler­haf­te Schät­zung durch das Gericht

Beim Straf­tat­be­stand der Steu­er­hin­ter­zie­hung lässt es den Schuld­spruch grund­sätz­lich unbe­rührt, wenn ledig­lich der Ver­kür­zungs­um­fang, etwa durch eine feh­ler­haf­te Schät­zung, unrich­tig bestimmt ist, die Ver­wirk­li­chung des Tat­be­stan­des aber sicher von den Fest­stel­lun­gen getra­gen wird [1].

Steu­er­straf­ver­fah­ren – und die feh­ler­haf­te Schät­zung durch das Gericht

Der Straf­aus­spruch hat jedoch kei­nen Bestand, wenn das Land­ge­richt den Umfang der Steu­er­ver­kür­zun­gen nicht rechts­feh­ler­frei bestimmt hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Dezem­ber 2016 – 1 StR 505/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 22.05.2012 – 1 StR 103/​12 Rn. 28, NZWiSt 2012, 299; Beschluss vom 24.05.2007 – 5 StR 58/​07, wis­tra 2007, 345[]