Umsatz­steu­er­hin­ter­zie­hung – und die nicht gel­tend gemach­ten Vor­steu­ern

Bei ver­kürz­ten Umsatz­steu­ern hat es wegen des Kom­pen­sa­ti­ons­ver­bots des § 370 Abs. 4 Satz 3 AO kei­ne tat­be­stand­li­chen Aus­wir­kun­gen, wenn der Täter einer Steu­er­hin­ter­zie­hung tat­säch­lich ent­stan­de­ne Vor­steu­ern nicht gel­tend gemacht hat.

Umsatz­steu­er­hin­ter­zie­hung – und die nicht gel­tend gemach­ten Vor­steu­ern

Ein nicht gel­tend gemach­ter Vor­steu­er­ab­zug kann jedoch zu einer Min­de­rung der nach § 46 Abs. 2 Satz 2 StGB im Rah­men der Straf­zu­mes­sung zu beach­ten­den ver­schul­de­ten Aus­wir­kun­gen der Tat füh­ren 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. August 2016 – 1 StR 233/​16

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 08.01.2008 – 5 StR 582/​07 mwN[]