Stö­rung einer Ver­samm­lung – als Nöti­gung

Ein nach Art.20 Abs. 1 Nr. 2 Bay­VersG straf­be­wehr­ter Ver­stoß gegen Art. 8 Abs. 2 Nr. 1 Bay­VersG kann auch den Tat­be­stand der Nöti­gung nach § 240 StGB erfül­len.

Stö­rung einer Ver­samm­lung – als Nöti­gung

Dies gilt jeden­falls dann, wenn die Hand­lang dar­in besteht, durch das Auf­tre­ten kon­klu­dent die Vor­nah­me von Gewalt­tä­tig­kei­ten jeden­falls anzu­dro­hen, um dadurch eine öffent­li­che Ver­samm­lung erheb­lich zu stö­ren,

Mit Blick auf die unter­schied­li­chen Rechts­gü­ter Ver­samm­lungs­frei­heit einer­seits, Frei­heit der Wil­lens­ent­schlie­ßung und betä­ti­gung ande­rer­seits kön­nen die Tat­be­stän­de in Tat­ein­heit zuein­an­der ste­hen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 17. Dezem­ber 2019 – 3 StR 376/​19