Straf­zu­mes­sung – und die Urteils­grün­de

Die Straf­be­mes­sung (Straf­rah­men­wahl, kon­kre­te Straf­zu­mes­sung und Bestim­mung der Gesamt­stra­fe) ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters, so dass das Revi­si­ons­ge­richt nur bei Vor­lie­gen eines Rechts­feh­lers ein­grei­fen darf [1].

Straf­zu­mes­sung – und die Urteils­grün­de

Dabei ist der Tatrich­ter ledig­lich ver­pflich­tet, in den Urteils­grün­den die für die Straf­zu­mes­sung bestim­men­den Umstän­de dar­zu­le­gen (§ 267 Abs. 3 Satz 1 StPO); eine erschöp­fen­de Auf­zäh­lung aller Straf­zu­mes­sungs­er­wä­gun­gen ist weder vor­ge­schrie­ben noch mög­lich.

Was als wesent­li­cher Straf­zu­mes­sungs­grund anzu­se­hen ist, ist unter Berück­sich­ti­gung der Beson­der­hei­ten des Ein­zel­falls vom Tatrich­ter zu ent­schei­den [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. Mai 2016 – 4 StR 487/​15

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 16.04.2015 – 3 StR 638/​14, NStZ-RR 2015, 540; Urteil vom 07.11.2007 – 1 StR 164/​07, NStZ 2008, 343, 344 mwN[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 02.08.2012 – 3 StR 132/​12, NStZ-RR 2012, 336 mwN[]