Straf­ge­setz­li­che Nor­men – und die Urteils­for­mel

§ 267 Abs. 3 Satz 1 1. Halb­satz StPO bezweckt den Aus­schluss jeden Zwei­fels dar­über, wel­che gesetz­li­chen Bestim­mun­gen vom Gericht ange­wen­det wur­den.

Straf­ge­setz­li­che Nor­men – und die Urteils­for­mel

Es muss ein­deu­tig ersicht­lich sein, dass das Gericht die Rechts­la­ge des ent­schie­de­nen Fal­les in ihrer vol­len Brei­te erkannt, bedacht und gewür­digt hat 1.

Da die Lis­te der ange­wen­de­ten Vor­schrif­ten der Ent­las­tung der Urteils­for­mel dient 2, ist es – ins­be­son­de­re bei Ver­stö­ßen gegen waf­fen­recht­li­che Bestim­mun­gen – zweck­mä­ßig, die ange­wen­de­ten Vor­schrif­ten auch dort voll­stän­dig auf­zu­füh­ren.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. Sep­tem­ber 2015 – 4 StR 251/​15

  1. LR-StPO/S­tu­cken­berg, 26. Aufl., § 267 Rn. 78; Appl, Fest­schrift für Ris­sing­van Saan, 2011, 35, 48 f.[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 06.10.1998 – 4 StR 391/​98, SSW-StPO/Fran­ke, § 260 Rn. 14[]