Straf­rah­men­ver­schie­bung bei der Auf­klä­rungs­hil­fe – und das hier­bei vom Gericht aus­ge­üb­te Ermessen

Die Begrün­dung, mit der die Straf­kam­mer in Aus­übung ihres Ermes­sens eine Straf­rah­men­ver­schie­bung nach § 46b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3, § 49 Abs. 1 StGB abge­lehnt hat, unter­liegt nur ein­ge­schränk­ter revi­si­ons­recht­li­cher Überprüfung.

Straf­rah­men­ver­schie­bung bei der Auf­klä­rungs­hil­fe – und das hier­bei vom Gericht aus­ge­üb­te Ermessen

Die Urteils­grün­de müs­sen aber erken­nen las­sen, dass sich der Tatrich­ter sei­ner Ent­schei­dungs­be­fug­nis bewusst war und nach­voll­zieh­bar dar­le­gen, aus wel­chen Grün­den er von ihr in einer bestimm­ten Wei­se Gebrauch gemacht hat.

Die revi­si­ons­recht­li­che Über­prü­fung erstreckt sich dann vor allem dar­auf, ob der Tatrich­ter bei der Ermes­sens­aus­übung von einem zutref­fen­den recht­li­chen und tat­säch­li­chen Ansatz aus­ge­gan­gen ist1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. März 2020 – 4 StR 134/​19

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 27.06.2019 – 1 StR 612/​18, NStZ-RR 2020, 15, 16; Beschluss vom 11.09.2003 – 3 StR 481/​02, NStZ 2004, 438, 439 Rn. 4 mwN[]