Straf­schär­fungs­grund: Crys­tal Meth

Allein die Art des Rausch­gifts ist für sich genom­men nicht geeig­net, einen min­der schwe­ren Fall (hier: der uner­laub­ten Ein­fuhr von Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge) zu ver­nei­nen.

Straf­schär­fungs­grund: Crys­tal Meth

Soweit das Gericht aus­schließ­lich mit der Erwä­gung, dass es sich bei dem Betäu­bungs­mit­tel um Crys­tal­Speed gehan­delt hat, einen min­der schwe­ren Fall ver­neint hat, ist auch die­ses recht­lich durch­grei­fend bedenk­lich. Allein die Art des Rausch­gifts ist für sich genom­men nicht geeig­net, einen min­der schwe­ren Fall zu ver­nei­nen. Hier­bei hat das Land­ge­richt näm­lich mög­li­cher­wei­se aus dem Blick ver­lo­ren, dass die her­aus­ge­ho­be­ne Gefähr­lich­keit die­ses Sucht­stof­fes schon in die Bestim­mung des Grenz­werts ein­ge­flos­sen ist.

Die­ser Umstand rela­ti­viert auch das Gewicht, mit dem Art und Gefähr­lich­keit des Rausch­gifts bei der Straf­rah­men­wahl noch­mals Berück­sich­ti­gung erlan­gen kön­nen.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. August 2019 – 1 StR 209/​19