Der Streit um den Voll­zugs­plan – und sei­ne zwi­schen­zeit­li­che Fort­schrei­bung

Es ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den, dass das Gericht ange­sichts der Fort­schrei­bung des streit­ge­gen­ständ­li­chen Voll­zugs­plans, durch wel­che die den Gefan­ge­nen belas­ten­den Fest­set­zun­gen zu Aus­füh­run­gen und Voll­zugs­lo­cke­run­gen abge­än­dert und teils auf­ge­ho­ben wur­den, von einem erle­di­gen­den Ereig­nis aus­geht.

Der Streit um den Voll­zugs­plan – und sei­ne zwi­schen­zeit­li­che Fort­schrei­bung

Tritt die­se Erle­di­gung vor Erhe­bung der Rechts­be­schwer­de ein, wird die­se daher unzu­läs­sig [1].

Dem­nach kam es im hier ent­schie­de­nen Fall nicht mehr dar­auf an, ob der ange­grif­fe­ne Voll­zugs­plan das Reso­zia­li­sie­rungs­grund­recht des lang­jäh­rig Inhaf­tier­ten inso­weit nicht ange­mes­sen berück­sich­tigt haben, als sie ihm Aus­füh­run­gen unter blo­ßem Ver­weis auf sei­nen noch defi­zi­tä­ren Behand­lungs­stand pau­schal ver­sagt haben [2].

Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Beschluss vom 17. März 2020 – 2 BvR 1202/​19

  1. vgl. Euler, in: Graf, Beck­OK-Straf­voll­zugs­recht Bund, § 116 Rn. 8, August 2019; Bach­mann, in: Laubenthal/​Nestler/​Neubacher/​Verrel, Straf­voll­zugs­ge­set­ze, 12. Auf­la­ge 2015, P, Rn. 78 f.; Lau­ben­thal, in: Schwind/​Böhm/​Jehle/​Laubenthal, Straf­voll­zugs­ge­setz, 6. Auf­la­ge 2013, § 116 Rn. 11; BVerfG, Beschluss vom 29.12 2009 – 2 BvR 244/​08, Rn. 6 – 10[]
  2. vgl. zuletzt BVerfG, Beschluss vom 21.09.2018 – 2 BvR 1649/​17, Rn. 25 ff. m.w.N.[]