(Rück-)Verlegung eines Gefan­ge­nen

§ 6 Abs. 1 JVoll­z­GB III BW (ent­spre­chend § 8 StVoll­zG) fin­det jeden­falls ent­spre­chen­de Anwen­dung, soweit die (Rück-)Ver­le­gung in die nach dem Voll­stre­ckungs­plan zustän­di­ge Anstalt begehrt wird 1.

(Rück-)Verlegung eines Gefan­ge­nen

Danach setzt die Ver­le­gung eines Gefan­ge­nen nach den hier allein in Betracht kom­men­den gesetz­li­chen Alter­na­ti­ven vor­aus, dass durch die Ver­le­gung ent­we­der die Behand­lung oder Ein­glie­de­rung nach der Ent­las­sung geför­dert wird (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 JVoll­z­GB III BW) oder sie aus Grün­den der Voll­zugs­or­ga­ni­sa­ti­on oder sons­ti­gen wich­ti­gen Grün­den erfor­der­lich ist (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 JVoll­z­GB III BW).

Bei Vor­lie­gen die­ser tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, die der vol­len gericht­li­chen Über­prü­fung unter­lie­gen 2, steht die Ent­schei­dung im Ermes­sen der Voll­zugs­be­hör­de, das nur beschränk­ter gericht­li­cher Kon­trol­le unter­liegt 3.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 8. Dezem­ber 2015 – III ‑2 Ws 544/​15

  1. BVerfG Kam­mer­be­schluss vom 26.08.2008 – 2 BvR 679/​07; OLG Bre­men ZfStrVo 1996, 310 – jeweils zur Vor­gän­ger­vor­schrift des § 8 StVoll­zG[]
  2. OLG Bre­men NStZ 1983, 572; ZfStrVo 1996, 310; OLG Hamm NStZ 1985, 573; Feest/​Straube in Feest/​Lesting a.a.O., § 8 Rn. 6; Arloth a.a.O., § 8 Rn. 10[]
  3. OLG Bre­men a.a.O.; OLG Koblenz ZfStrVo 1987, 107; Arloth a.a.O., § 8 Rn. 10[]