Straf­voll­stre­ckungs­sa­chen – und die Bestim­mung des zustän­di­gen Gerichts

Maß­ge­bend für die Bestim­mung des zustän­di­gen Gerichts ist der das gericht­li­che Ver­fah­ren ein­lei­ten­de Antrag.

Straf­voll­stre­ckungs­sa­chen – und die Bestim­mung des zustän­di­gen Gerichts

Im Hin­blick auf Art.19 Abs. 4 GG sind Anträ­ge nach §§ 109 ff. StVoll­zG sach­dien­lich, d.h. in einer Wei­se aus­zu­le­gen, die den erkenn­ba­ren Inter­es­sen des Antrag­stel­lers best­mög­lich Rück­sicht trägt [1].

Für die gericht­li­che Ent­schei­dung über einen Ver­pflich­tungs­an­trag ist auf die Sach- und Rechts­la­ge zum Zeit­punkt des Erlas­ses der Maß­nah­me abzu­stel­len [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 15. Dezem­ber 2016 – 2 ARs 398/​16

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 03.05.2012 – 2 BvR 2355/​10, 2 BvR 1442/​10, BVerfGE 122, 198[]
  2. Arloth, StVoll­zG, 4. Aufl., § 115 Rn. 5; Bach­mann in Laubenthal/​Nestler/​Neubacher/​Verrel aaO Abschn. P Rn. 75[]