Straf­zu­mes­sung – und die Ein­zie­hung des Wert­er­sat­zes

Eine Ein­zie­hung des Wert­er­sat­zes (§ 74 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, 74c Abs. 1 StGB) hat den Cha­rak­ter einer Neben­stra­fe.

Straf­zu­mes­sung – und die Ein­zie­hung des Wert­er­sat­zes

Sie ist damit als bestim­men­der Gesichts­punkt für die Bemes­sung der Ein­zel­stra­fen im Wege einer Gesamt­be­trach­tung der den Täter tref­fen­den Rechts­fol­gen ange­mes­sen zu berück­sich­ti­gen 1.

Hat das Land­ge­richt dies über­se­hen, bedingt die­ser Rechts­feh­ler jedoch, dass der Weg­fall des Straf­aus­spruchs auch zur Auf­he­bung der an sich rechts­feh­ler­frei­en Ein­zie­hungs­ent­schei­dung durch das Revi­si­ons­ge­richt führt, die mit der Bemes­sung der Stra­fe in dem beschrie­be­nen untrenn­ba­ren inne­ren Zusam­men­hang steht.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. Juni 2017 – 3 StR 58/​17

  1. st. Rspr.; etwa BGH, Beschluss vom 16.02.2012 – 3 StR 470/​11, NStZ-RR 2012, 169, 170 mwN[]