Straf­zu­mes­sung – und die wei­te­ren Straf­ta­ten wäh­rend des Ermitt­lungs­ver­fah­rens

Zwar kann dem Umstand, dass ein Ange­klag­ter trotz eines gegen ihn anhän­gi­gen Ermitt­lungs­ver­fah­rens wei­te­re Straf­ta­ten begeht, Indi­zwir­kung für sei­ne feh­len­de Recht­streue bei­gemes­sen wer­den 1.

Straf­zu­mes­sung – und die wei­te­ren Straf­ta­ten wäh­rend des Ermitt­lungs­ver­fah­rens

Der not­wen­di­ge Rück­schluss auf die Täter­per­sön­lich­keit ist jedoch erst dann eröff­net, wenn der Ange­klag­te im Zeit­punkt der wei­te­ren Taten Kennt­nis von den gegen ihn lau­fen­den Ermitt­lun­gen hat­te 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Juli 2018 – 2 StR 224/​18

  1. BGH, Beschluss vom 11.11.2015 – 2 StR 272/​15, NStZ-RR 2016, 7, 8 mwN[]
  2. BGH, Urteil vom 04.11.2014 – 1 StR 233/​14 4[]