Straf­zu­mes­sung bei Tat­se­ri­en – und die Fol­gen für das Opfer

Dem Täter sind Beein­träch­ti­gun­gen des Opfers nur mit vol­lem Gewicht bei den Ein­zel­ta­ten anzu­las­ten, soweit sie unmit­tel­ba­re Fol­ge der Ein­zel­ta­ten sind.

Straf­zu­mes­sung bei Tat­se­ri­en – und die Fol­gen für das Opfer

Beein­träch­ti­gun­gen, die sich erst aus der Viel­zahl der Taten erge­ben, kön­nen erst bei der Gesamt­stra­fen­bil­dung gewich­tet wer­den 1.

So auch in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall: Den Urteils­grün­den ist nicht zu ent­neh­men, dass bereits bestimm­te Ein­zel­ta­ten die Neben­klä­ge­rin beson­ders belas­tet haben, so dass die­se bei den Ein­zel­stra­fen unein­ge­schränkt berück­sich­tigt wer­den könn­ten 2. Des­halb ist die pau­scha­le Berück­sich­ti­gung bei der Bemes­sung der Ein­zel­stra­fen – und erneut bei der Bil­dung der Gesamt­frei­heits­stra­fe – rechts­feh­ler­haft.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. April 2018 – 2 StR 194/​17

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 22.07.2014 – 2 StR 84/​14, NStZ-RR 2014, 340; und vom 12.09.2017 – 2 StR 101/​17[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 09.01.2018 – 5 StR 541/​17[]