Straf­zu­mes­sung – und das pro­zess­tak­ti­sche Geständ­nis

Maß­geb­lich für die Bedeu­tung eines Geständ­nis­ses ist es, inwie­weit dar­in ein Bekennt­nis des Ange­klag­ten zu sei­ner Tat liegt, in ihm Schuld­ein­sicht und Reue zum Aus­druck kom­men und durch sei­ne Able­gung das Pro­zess­ziel der Errei­chung von Rechts­frie­den geför­dert wird 1.

Straf­zu­mes­sung – und das pro­zess­tak­ti­sche Geständ­nis

Das straf­mil­dern­de Gewicht eines Geständ­nis­ses kann daher gerin­ger sein, wenn dafür pro­zess­tak­ti­sche Über­le­gun­gen bestim­mend waren und die Straf­kam­mer dies durch ein in den Urteils­grün­den dar­zu­le­gen­des Pro­zess­ver­hal­ten bestä­tigt sieht 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 2. Febru­ar 2017 – 4 StR 481/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 28.08.1997 – 4 StR 240/​97, BGHSt 43, 195, 209 f.[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 08.05.2007 – 1 StR 193/​07, NStZ-RR 2007, 232 [Ls][]