Straf­zu­mes­sung – und das Revisionsgericht

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tatgerichts.

Straf­zu­mes­sung – und das Revisionsgericht

Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den es in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent- und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und hier­bei gegen­ein­an­der abzuwägen.

Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts in die­se Ein­zel­ak­te der Straf­zu­mes­sung ist in der Regel nur mög­lich, wenn die Zumes­sungs­er­wä­gun­gen in sich feh­ler­haft sind, wenn das Tat­ge­richt gegen recht­lich aner­kann­te Straf­zwe­cke ver­stößt oder wenn sich die ver­häng­te Stra­fe nach oben oder unten von ihrer Bestim­mung löst, gerech­ter Schuld­aus­gleich zu sein. Nur in die­sem Rah­men kann eine Ver­let­zung des Geset­zes im Sin­ne des § 337 Abs. 1 StPO vorliegen.

Dage­gen ist eine ins Ein­zel­ne gehen­de Rich­tig­keits­kon­trol­le aus­ge­schlos­sen [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 14. Sep­tem­ber 2016 – 5 StR 125/​16

  1. st. Rspr.; BGH, Urtei­le vom 17.09.1980 – 2 StR 355/​80, BGHSt 29, 319; und vom 29.06.2005 – 1 StR 149/​05, NStZ 2006, 568; Beschluss vom 10.04.1987 – GSSt 1/​86, BGHSt 34, 345, 349[]