Straf­zu­mes­sung – und ihre Über­prü­fung

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tat­ge­richts.

Straf­zu­mes­sung – und ihre Über­prü­fung

Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den es in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und hier­bei gegen­ein­an­der abzu­wä­gen.

Ein Ein­griff des Revi­si­ons­ge­richts in die­se Ein­zel­ak­te der Straf­zu­mes­sung ist in der Regel nur mög­lich,

  • wenn die Zumes­sungs­er­wä­gun­gen in sich feh­ler­haft sind,
  • wenn das Tat­ge­richt gegen recht­lich aner­kann­te Straf­zwe­cke ver­stößt oder
  • wenn sich die ver­häng­te Stra­fe nach oben oder unten von ihrer Bestim­mung löst, gerech­ter Schuld­aus­gleich zu sein 1.

Nur in die­sem Rah­men kann eine "Ver­let­zung des Geset­zes" (§ 337 Abs. 1 StPO) vor­lie­gen. Dage­gen ist eine ins Ein­zel­ne gehen­de Rich­tig­keits­kon­trol­le aus­ge­schlos­sen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. Novem­ber 2018 – 1 StR 420/​18

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urtei­le vom 17.09.1980 – 2 StR 355/​80, BGHSt 29, 319, 320; vom 07.02.2012 – 1 StR 525/​11, Rn. 17, BGHSt 57, 123, 127; und vom 12.01.2016 – 1 StR 414/​15, Rn. 12, NStZ-RR 2016, 107; jeweils mwN[]
  2. st. Rspr.; vgl. nur BGH GS, Beschluss vom 10.04.1987 – GSSt 1/​86, BGHSt 34, 345, 349; BGH, Urtei­le vom 12.01.2005 – 5 StR 301/​04, wis­tra 2005, 144; vom 07.02.2012 – 1 StR 525/​11, Rn. 17, BGHSt 57, 123, 127; und vom 12.01.2016 – 1 StR 414/​15, Rn. 12, NStZ-RR 2016, 107[]