Straf­zu­mes­sung – und ihre Über­prü­fung in der Revi­si­ons­in­stanz

Die Straf­zu­mes­sung ist grund­sätz­lich Sache des Tatrich­ters. Es ist sei­ne Auf­ga­be, auf der Grund­la­ge des umfas­sen­den Ein­drucks, den er in der Haupt­ver­hand­lung von der Tat und der Per­sön­lich­keit des Täters gewon­nen hat, die wesent­li­chen ent­las­ten­den und belas­ten­den Umstän­de fest­zu­stel­len, sie zu bewer­ten und hier­bei gegen­ein­an­der abzu­wä­gen.

Straf­zu­mes­sung – und ihre Über­prü­fung in der Revi­si­ons­in­stanz

In die Straf­zu­mes­sungs­ent­schei­dung des Tatrich­ters kann das Revi­si­ons­ge­richt nur ein­grei­fen, wenn die­se Rechts­feh­ler auf­weist, weil die Zumes­sungs­er­wä­gun­gen in sich feh­ler­haft sind, das Tat­ge­richt gegen recht­lich aner­kann­te Straf­zwe­cke ver­sto­ßen hat oder sich die ver­häng­te Stra­fe nach oben oder unten von ihrer Bestim­mung löst, gerech­ter Schuld­aus­gleich zu sein.

Nur in die­sem Rah­men kann eine Ver­let­zung des Geset­zes im Sin­ne des § 337 Abs. 1 StPO vor­lie­gen [1].

BHG, Urteil vom 25. Sep­tem­ber 2014 – 4 StR 222/​14

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 10.04.1987 – GSSt 1/​86, BGHSt 34, 345, 349[]