Täter, Anstif­ter, Gehil­fen – bei einer Delikt­se­rie

Sind an einer Delikt­se­rie meh­re­re Per­so­nen als Mit­tä­ter, mit­tel­ba­re Täter, Anstif­ter oder Gehil­fen betei­ligt, ist die Fra­ge, ob die ein­zel­nen Straf­ta­ten tat­ein­heit­lich oder tat­mehr­heit­lich zusam­men­tref­fen, nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs für jeden der Betei­lig­ten geson­dert zu prü­fen und zu ent­schei­den 1.

Täter, Anstif­ter, Gehil­fen – bei einer Delikt­se­rie

Hat ein Gehil­fe, der an der unmit­tel­ba­ren Tat­aus­füh­rung nicht betei­ligt war, einen meh­re­re Ein­zel­de­lik­te för­dern­den ein­heit­li­chen Tat­bei­trag erbracht, wer­den ihm inso­weit die jewei­li­gen Taten des Haupt­tä­ters nur als tat­ein­heit­lich began­gen zuge­rech­net, weil sie in sei­ner Per­son durch den ein­heit­li­chen Tat­bei­trag zu einer Hand­lung im Sin­ne von § 52 Abs. 1 StGB ver­knüpft wer­den.

Ob der Haupt­tä­ter die ihm zure­chen­ba­ren Taten tat­mehr­heit­lich began­gen hat, ist dem­ge­gen­über ohne Belang 2.

  1. BGH, Beschluss vom 10.05.2001 – 3 StR 52/​01, StV 2002, 73; Beschluss vom 24.07.2008 – 3 StR 243/​08, StV 2009, 130[]
  2. BGH, jeweils aaO; SSW-StG­B/E­schel­bach, 2. Aufl., § 52 Rn. 32 mwN[]