Tages­satz – und sei­ne Bemes­sung

Gemäß § 40 Abs. 2 Satz 2 StGB ist für die Bemes­sung der Höhe des Tages­sat­zes von dem Net­to­ein­kom­men aus­zu­ge­hen, wel­ches der Täter durch­schnitt­lich an einem Tag zur Ver­fü­gung hat.

Tages­satz – und sei­ne Bemes­sung

Eine Über­schrei­tung des rech­ne­ri­schen Tages­net­to­sat­zes ist zwar – eben­so wie eine Unter­schrei­tung – in gewis­sen Gren­zen zuläs­sig, bedarf indes nähe­rer Begrün­dung 1.

Mit Blick dar­auf, dass der Ange­klag­te nach den Fest­stel­lun­gen ledig­lich Sozi­al­leis­tun­gen in Höhe von 410 € monat­lich erhält, hät­te für das Land­ge­richt fer­ner Anlass bestan­den zu prü­fen, ob ihm eine sofor­ti­ge Zah­lung der gesam­ten Geld­stra­fe zuzu­mu­ten ist oder gemäß § 42 StGB Zah­lungs­er­leich­te­run­gen zu gewäh­ren sind. Die inso­weit unter­blie­be­ne Ent­schei­dung ist regel­mä­ßig dem Tatrich­ter vor­be­hal­ten 2 und muss von ihm nach­ge­holt wer­den.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Novem­ber 2018 – 4 StR 292/​18

  1. vgl. BGH, Urteil vom 10.01.1989 – 1 StR 682/​88, BGHR StGB § 40 Abs. 2 Satz 1 Ein­kom­men 1[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 17.08.1984 – 3 StR 283/​84[]