Tat­ein­heit zwi­schen gemein­schaft­li­cher gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und schwe­rer Kör­per­ver­let­zung

Die gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­form der gemein­schaft­li­chen Bege­hung mit einem ande­ren Betei­lig­ten nach § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB steht in Tat­ein­heit (§ 52 StGB) mit der durch die Tat­hand­lung ver­ur­sach­ten schwe­ren Kör­per­ver­let­zung nach § 226 Abs. 1 Nr. 1 und 3 StGB.

Tat­ein­heit zwi­schen gemein­schaft­li­cher gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung und schwe­rer Kör­per­ver­let­zung

Die Annah­me von Geset­zes­kon­kur­renz mit der Fol­ge, dass die gefähr­li­che Kör­per­ver­let­zung zurück­trä­te, wür­de das geson­der­te Tat­un­recht des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB nicht ange­mes­sen berück­sich­ti­gen. Die­ses besteht – über die schwe­ren Fol­gen der Kör­per­ver­let­zung hin­aus­ge­hend – in der beson­ders ver­werf­li­chen Art der Tat­be­ge­hung mit der Fol­ge ein­ge­schränk­ter Ver­tei­di­gungs­mög­lich­kei­ten des Opfers 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 26. Novem­ber 2013 – 3 StR 301/​13

  1. vgl. BGH, Urteil vom 03.09.2002 – 5 StR 210/​02, BGHSt 47, 383, 387; Münch­Komm-StG­B/Hard­tung, 2. Aufl., § 224 Rn. 31; Schönke/​Schröder/​Stree/​SternbergLieben, 28. Aufl., § 224 Rn. 2, 11; zum Ver­hält­nis von § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB zu § 226 StGB vgl. BGH, Beschluss vom 21.10.2008 – 3 StR 408/​08, BGHSt 53, 23[]