Teil­frei­spruch trotz Tat­ein­heit

Wenn nicht wegen aller Delik­te ver­ur­teilt wird, die nach der Ankla­ge in Tat­mehr­heit (§ 53 StGB) began­gen wor­den sein sol­len, muss grund­sätz­lich frei­ge­spro­chen wer­den, um Ankla­ge und Eröff­nungs­be­schluss zu erschöp­fen.

Teil­frei­spruch trotz Tat­ein­heit

Dies gilt auch dann, wenn das Gericht das Kon­kur­renz­ver­hält­nis anders beur­teilt und der Mei­nung ist, dass bei zutref­fen­der recht­li­cher Wür­di­gung Tat­ein­heit (§ 52 StGB) vor­liegt 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Janu­ar 2016 – 5 StR 485/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 24.09.1998 – 4 StR 272/​98, BGHSt 44, 196[]