Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung – und das Ver­wer­tungs­ver­bot

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs muss der Ver­wer­tung der Erkennt­nis­se aus einer Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung grund­sätz­lich wider­spro­chen wer­den, um sich das Rüge­recht zu erhal­ten [1].

Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­über­wa­chung – und das Ver­wer­tungs­ver­bot

Der Bun­des­ge­richts­hof neigt der Auf­fas­sung zu, dass die­se Vor­aus­set­zung auch dann zu wah­ren ist, wenn – wie vor­lie­gend – eine täu­schungs­ähn­li­che Situa­ti­on behaup­tet wird, aus der der Beschwer­de­füh­rer ein umfas­sen­des Beweis­ver­wer­tungs­ver­bot hin­sicht­lich sämt­li­cher wei­te­rer Über­wa­chungs­maß­nah­men her­lei­tet [2].

Dies gilt zumal dann, wenn die Zwangs­maß­nah­men für sich genom­men auf ord­nungs­ge­mäß zustan­de gekom­me­nen rich­ter­li­chen Anord­nun­gen beru­hen.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Febru­ar 2016 – 5 StR 10/​16

  1. vgl. Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 58. Aufl., § 100a Rn. 39 mwN[]
  2. vgl. auch BGH, Beschluss vom 20.12 1995 – 5 StR 445/​95, NStZ 1996, 290, 291[]