Tot­schlag – und der beson­ders schwe­re Fall

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs setzt die Annah­me eines beson­ders schwe­ren Fal­les des Tot­schlags im Sin­ne des § 212 Abs. 2 StGB vor­aus, dass das in der Tat zum Aus­druck kom­men­de Ver­schul­den des Täters außer­ge­wöhn­lich groß ist.

Tot­schlag – und der beson­ders schwe­re Fall

Es muss eben­so schwer wie­gen wie das eines Mör­ders.

Hier­für genügt nicht schon die blo­ße Nähe der die Tat kenn­zeich­nen­den Umstän­de zu einem gesetz­li­chen Mord­merk­mal. Es müs­sen viel­mehr schul­d­er­hö­hen­de Momen­te hin­zu­tre­ten, die beson­ders gewich­tig sind 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Okto­ber 2015 – 4 StR 262/​15

  1. vgl. nur BGH, Urteil vom 19.05.1982 – 1 StR 77/​82, NJW 1982, 2264, 2265; Urteil vom 03.12 1980 – 3 StR 403/​80, NStZ 1981, 258, 259[]