Unselbst­stän­di­ge Beweis­ver­wer­tungs­ver­bo­te – und die Wider­spruchs­lö­sung

In der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist nicht ent­schie­den, dass die Wider­spruchs­lö­sung auch für unselbst­stän­di­ge Beweis­ver­wer­tungs­ver­bo­te wegen Feh­lern bei der Durch­su­chung oder Beschlag­nah­me gilt 1.

Unselbst­stän­di­ge Beweis­ver­wer­tungs­ver­bo­te – und die Wider­spruchs­lö­sung

Dies konn­te der Bun­des­ge­richts­hof jedoch auch in dem hier ent­schie­de­nen Fall dahin­ste­hen las­sen. Jeden­falls hat die Ver­tei­di­gung vor­ab der Ver­wer­tung aller Sach­be­wei­se und der auf die Auf­fin­de­si­tua­ti­on bezo­ge­nen Zeu­gen­aus­sa­gen durch Poli­zei­be­am­te wider­spro­chen. Ein sol­cher Sam­mel­wi­der­spruch ist zuläs­sig 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 17. Febru­ar 2016 – 2 StR 25/​15

  1. vgl. BGH, Urteil vom 18.04.2007 – 5 StR 546/​06, BGHSt 51, 285, 296 f.[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 20.10.2014 – 5 StR 176/​14, BGHSt 60, 38, 39; Beschluss vom 21.10.2014 – 5 StR 296/​14, BGHSt 60, 50, 52[]