Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – trotz nur noch gele­gent­li­chen Trin­kens

Eine Alko­hol­ab­hän­gig­keit kann auch dann die Vor­aus­set­zun­gen der Unter-brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt (§ 64 StGB) erfül­len, wenn der Ange­klag­te seit der Ent­las­sung aus der letz­ten sta­tio­nä­ren Behand­lung sei­ner Alko­hol­krank­heit "nur noch gele­gent­lich" Alko­hol getrun­ken, die Tat jedoch im Rausch began­gen hat.

Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – trotz nur noch gele­gent­li­chen Trin­kens

Die von § 64 Satz 1 StGB gefor­der­te Gefahr wird dabei nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs in aller Regel allein schon durch eine hang­be­ding­te schwe­re Gewalt­tat als Anlas­s­tat hin­rei­chend belegt1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Juli 2017 – 5 StR 277/​17

  1. vgl. etwa BGH, Beschluss vom 25.11.2014 – 5 StR 509/​14 Rn. 2 mwN []