Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Unter­su­chungs­haft

Die erlit­te­ne Unter­su­chungs­haft hat bei der Bestim­mung des teil­wei­sen Vor­weg­voll­zugs der Stra­fe nach § 67 Abs. 2 StGB außer Betracht zu blei­ben, weil die nach § 51 Abs. 1 Satz 1 StGB anzu­rech­nen­de Unter­su­chungs­haft im Voll­stre­ckungs­ver­fah­ren auf den vor der Unter­brin­gung zu voll­zie­hen­den Teil der Stra­fe ange­rech­net wird 1.

Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Unter­su­chungs­haft

Nach­dem sich der mög­li­che Vor­weg­voll­zug durch die von der Ange­klag­ten erlit­te­ne Unter­su­chungs­haft zwi­schen­zeit­lich aller­dings schon erle­digt hat, bleibt für eine wei­te­re Anord­nung des Vor­weg­voll­zugs kein Raum mehr, so dass die Anord­nung ent­fal­len muss 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. März 2017 – 5 StR 38/​17

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 15.11.2007 – 3 StR 390/​07, NStZ 2008, 213, 214; und vom 19.01.2010 – 4 StR 504/​09, NStZ-RR 2010, 171, 172[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 09.02.2012 – 5 StR 35/​12; und vom 24.09.2013 – 2 StR 397/​13, NStZ-RR 2014, 58 mwN[]