Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – und der sym­pto­ma­ti­sche Zusam­men­hang zwi­schen Hang und Anlas­s­ta­ten

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung ist nicht erfor­der­lich, dass der Hang die allei­ni­ge Ursa­che für die Anlas­s­tat ist.

Unter­brin­gung in der Ent­zie­hungs­an­stalt – und der sym­pto­ma­ti­sche Zusam­men­hang zwi­schen Hang und Anlas­s­ta­ten

Viel­mehr ist ein sol­cher Zusam­men­hang bereits dann zu beja­hen, wenn der Hang neben ande­ren Umstän­den mit dazu bei­getra­gen hat, dass der Ange­klag­te erheb­li­che rechts­wid­ri­ge Taten began­gen hat 1.

Dass außer dem Hang wei­te­re Per­sön­lich­keits­män­gel eine Dis­po­si­ti­on für die Bege­hung von Straf­ta­ten begrün­den, steht dem erfor­der­li­chen sym­pto­ma­ti­schen Zusam­men­hang nicht ent­ge­gen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. April 2018 – 3 StR 24/​18

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 19.05.2009 – 3 StR 191/​09, BGHR StGB § 64 Zusam­men­hang, sym­pto­ma­ti­scher 5[]
  2. BGH, Beschluss vom 20.12 1996 – 2 StR 470/​96, BGHR StGB § 64 Zusam­men­hang, sym­pto­ma­ti­scher 1[]