Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus – und bana­len Anlas­s­ta­ten

Soll­te die Anord­nung der Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus auf der Grund­la­ge des § 63 StGB in der Fas­sung des Geset­zes zur Novel­lie­rung des Rechts der Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus gemäß § 63 des Straf­ge­setz­bu­ches und zur Ände­rung ande­rer Vor­schrif­ten vom 08.07.2016 in Betracht gezo­gen wer­den, wird hin­sicht­lich der Gefähr­lich­keits­pro­gno­se zu berück­sich­ti­gen sein, dass Straf­ta­ten, die im Höchst­maß mit Frei­heits­stra­fe unter fünf Jah­ren bedroht sind, nicht ohne wei­te­res dem Bereich der erheb­li­chen Straf­ta­ten zuzu­rech­nen sind 1.

Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus – und bana­len Anlas­s­ta­ten

Mit einer Wahr­schein­lich­keit höhe­ren Gra­des zu erwar­ten­de Nach­stel­lun­gen gemäß § 238 Abs. 1 StGB kön­nen indes je nach Lage des Ein­zel­falls hier­für aus­rei­chen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 29. März 2017 – 4 StR 619/​16

  1. vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.07.2013 – 2 BvR 298/​12, RuP 2014, 31, 32[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 16.06.2014 – 4 StR 111/​14, NStZ 2014, 571, 572 f. mwN; s. auch BGH, Beschluss vom 27.05.2014 – 3 StR 113/​14[]