Unter­brin­gung in der Psych­ia­trie – und die Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät

Für den erfor­der­li­chen sym­pto­ma­ti­schen Zusam­men­hang zwi­schen Hang und Anlas­s­ta­ten ist es nicht erfor­der­lich, dass der Hang die allei­ni­ge Ursa­che oder "bestim­men­der Aus­lö­ser" für die Anlas­s­tat ist.

Unter­brin­gung in der Psych­ia­trie – und die Beschaf­fungs­kri­mi­na­li­tät

Viel­mehr ist ein sol­cher Zusam­men­hang bereits dann zu beja­hen, wenn der Hang neben ande­ren Umstän­den mit dazu bei­getra­gen hat, dass der Ange­klag­te erheb­li­che rechts­wid­ri­ge Taten began­gen hat 1.

Typisch für Taten mit einem der­ar­ti­gen Sym­ptom­cha­rak­ter sind Delik­te, die began­gen wer­den, um Rausch­mit­tel selbst oder – wie hier – Geld für ihre Beschaf­fung zu erlan­gen 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 20. Febru­ar 2018 – 3 StR 14/​18

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 20.12 1996 – 2 StR 470/​96, BGHR StGB § 64 Zusam­men­hang, sym­pto­ma­ti­scher 1; vom 19.05.2009 – 3 StR 191/​09, BGHR StGB § 64 Zusam­men­hang, sym­pto­ma­ti­scher 5[]
  2. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 28.08.2013 – 4 StR 277/​13, NStZ-RR 2014, 75; vom 10.11.2015 – 1 StR 482/​15, NStZ-RR 2016, 113, 114; vom 12.01.2017 – 1 StR 604/​16 17[]