Unter­brin­gung in der Psych­ia­trie wegen Brand­stif­tung – und das Über­mass­ver­bot

Das Über­maß­ver­bot kann zwar einer Anord­nung der Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus gemäß § 62 StGB ent­ge­gen­ste­hen.

Unter­brin­gung in der Psych­ia­trie wegen Brand­stif­tung – und das Über­mass­ver­bot

Bei einer Abwä­gung der Gefahr für die All­ge­mein­heit auf­grund der vom Beschul­dig­ten began­ge­nen und zu erwar­ten­den Taten, zu denen nach den bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen Brand­stif­tungs- und Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te gehö­ren, einer­seits und des Ein­griffs in das Frei­heits- wie das Per­sön­lich­keits­recht des Beschul­dig­ten ande­rer­seits stün­de die­ser Ein­griff jedoch nicht von vor­ne­her­ein außer Ver­hält­nis 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 21. Febru­ar 2017 – 1 StR 618/​16

  1. vgl. BGH, Urtei­le vom 29.09.2015 – 1 StR 287/​15, NJW 2016, 341, 342; und vom 30.11.2011 – 1 StR 341/​11[]