Urteils­fest­stel­lun­gen im zwei­ten Rechtsgang

Es ist ein sach­lich-recht­li­cher Man­gel, wenn der neue Tatrich­ter kei­ne eige­nen Fest­stel­lun­gen trifft, son­dern sein Urteil feh­ler­haft auf auf­ge­ho­be­ne Fest­stel­lun­gen stützt1.

Urteils­fest­stel­lun­gen im zwei­ten Rechtsgang

Soweit der neue Tatrich­ter Fest­stel­lun­gen trifft, darf kein Zwei­fel dar­an gelas­sen wer­den, dass es sich um neue, eigen­stän­dig getrof­fe­ne Fest­stel­lun­gen han­delt; eine Bezug­nah­me auf Akten­stel­len, wozu auch das frü­he­re Urteil gehört, ist in sol­chen Fäl­len gemäß § 267 Abs. 1 StPO nicht zuläs­sig2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Janu­ar 2021 – 4 StR 449/​20

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 28.03.2007 – 2 StR 62/​07 [zur Teil­auf­he­bung von Fest­stel­lun­gen]; Beschluss vom 29.05.2012 – 3 StR 156/​12[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 16.02.2000 – 3 StR 24/​00[]